Erinnerst du dich an dein liebstes Kinderbuch?

Ich muss gestehen, als Kind hatte ich keine Ahnung, wie viel Magie in Büchern stecken kann – und manchmal auch, wie lange es dauert, bis diese Magie einen wirklich erreicht. Aber wenn ich an meine liebsten Kinderbücher denke, dann kommen mir sofort die Hexe Lilli-Bücher in den Sinn!
Warum Hexe Lilli meine Fantasie beflügelt hat
Die Reihe von Knister ist einfach zauberhaft! Lilli ist ein ganz normales Mädchen, das eines Tages ein Zauberbuch und einen kleinen, frechen Drachen namens Hektor findet. Und ab diesem Moment ist nichts mehr, wie es war! Sie erlebt die unglaublichsten Abenteuer: Sie reist in die Steinzeit, wird zur Detektivin, rettet Tiere oder landet sogar im Wilden Westen. Jedes Buch war wie ein neues, spannendes Tor in eine andere Welt.
Was ich an Hexe Lilli so toll fand und immer noch finde, ist, dass sie keine Superheldin ist, die alles auf Anhieb kann. Sie macht Fehler, muss üben und lernt dabei immer wieder dazu. Das hat sie für mich so nahbar und sympathisch gemacht. Außerdem sind die Geschichten immer voller Witz, Spannung und einer ordentlichen Portion Fantasie. Egal, ob es um Zeitreisen, gruselige Geheimnisse oder einfach nur den Alltag mit einem kleinen, chaotischen Drachen ging – mit Lilli wurde es nie langweilig!


Als ein super spannendes Physikbuch mich zuerst kalt ließ


Apropos „Liebe auf den zweiten Blick“ – das bringt mich zu einer ganz eigenen, wichtigen Lektion aus meiner Kindheit. Ich erinnere mich genau an ein Buch, das ich geschenkt bekam und obwohl es super spannend gestaltet war, hat es mich zu dem Zeitpunkt absolut nicht interessiert! Kein Märchen, keine Abenteuer, keine Hexe Lilli – stattdessen war es ein Buch über Physik und Technik!
Es war voll mit coolen Experimenten, bunten Illustrationen und cleveren Erklärungen, wie die Welt funktioniert. Aber ich war damals einfach nicht dafür zu begeistern. Wahrscheinlich habe ich es genervt in eine Ecke gepfeffert und mich gefragt, warum mir jemand so etwas schenkt, wenn ich doch gerade viel lieber von Zaubersprüchen und Drachen träumen wollte. Aber dann, eines Tages, aus purer Neugier oder weil wirklich nichts anderes zur Hand war, habe ich es wieder hervorgeholt. Und noch einmal. Und noch einmal.
Langsam, Seite für Seite, erschlossen sich mir die Prinzipien: die Faszination der Schwerkraft, die Eleganz von Schaltkreisen, die unglaubliche Logik, die hinter allem steckt. Plötzlich wurden die Diagramme lebendig, und die Erklärungen begannen, eine Geschichte zu erzählen – die Geschichte, wie unsere Welt funktioniert!
Dieses Physikbuch hat mich gelehrt, dass wahre Wunder nicht immer magisch sein müssen. Manchmal stecken sie in den einfachsten Erklärungen unserer realen Welt. Und es hat mir gezeigt, dass es sich lohnt, einer Sache eine zweite Chance zu geben – denn manchmal verbirgt sich hinter dem, was uns zunächst kalt lässt, eine ganz neue Welt voller spannender Entdeckungen.
Welche Kinderbücher habt ihr geliebt oder vielleicht erst auf den zweiten Blick schätzen gelernt? Ich bin gespannt auf eure Geschichten!

Avatar von Franzi :)

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