Würdest du eine Einladung von „Unknown Island“ annehmen oder doch lieber dankend ablehnen? Komm mit in eine Welt voller Rachegelüste und M0rd – hier kommt meine Rezi zum Buch „Never Coming Home“ von Kate Williams aus dem Rotfuchs Verlag!
Willkommen auf der Insel der tödlichen Geheimnisse!
Stell dir vor: Zehn junge Influencer:innen, alle unter 21, alle mit blühenden Social Media Accounts, werden auf eine luxuriöse Insel eingeladen. Entspannung, massig neuer Content und Gratis-Urlaub – das klingt doch nach dem Traum schlechthin, oder? Von der Fashion-Influencerin bis zur Gamerin ist alles dabei, was Rang und Namen hat. Doch unter der glänzenden Oberfläche verbirgt jeder von ihnen ein dunkles, tödliches Geheimnis. Ja, du hast richtig gehört: Sie alle haben schon einmal gemordet.
Was sie nicht wissen: Der Betreiber von „Unknown Island“ weiß Bescheid. Und plötzlich wird der vermeintliche Traumurlaub zu einem Albtraum, denn die Insel wird immer gruseliger, gefährlicher und fordert nach und nach ihren Tribut. Eines ist sicher: Lebend kommt hier wahrscheinlich niemand raus…
Kernthemen und mein Fazit:
Warum dieses Buch anders ist
„Never Coming Home“ ist viel mehr als nur ein weiterer Thriller. Es ist eine bissige Auseinandersetzung mit den Schattenseiten von Social Media und den extremen Auswüchsen der Influencer-Kultur. Hier sind die Hauptpunkte, die mich besonders beeindruckt haben:
- Social Media und seine Gefahren: Das Buch hält uns einen Spiegel vor und zeigt, wie die Gier nach Ruhm, Klicks und Gratis-Urlaub Menschen in gefährliche Situationen manövrieren kann.
- Lug und Trug hinter den Fassaden: Es wird schmerzlich deutlich, wie viel Fassade und Verstellung sich hinter scheinbar perfekten Online-Profilen verbergen können. Jeder der Charaktere ist ein Beispiel dafür, wie Geheimnisse das Leben beeinflussen.
- Kritische Auseinandersetzung mit der Influencer-Kultur: Das Buch beleuchtet die Oberflächlichkeit und die teils erschreckende Moral, die in dieser Welt vorherrschen kann.
Wer mich kennt, weiß: Thriller und Krimis sind normalerweise absolut nicht mein Genre. Deswegen war es für mich umso überraschender, wie „Never Coming Home“ mich gepackt hat. Ich habe mich intensiv mit anderen Rezensionen beschäftigt und oft gelesen, dass es für Thriller-Fans enttäuschend war. Ich sehe das ein bisschen anders.
Zugegeben: Der Einstieg fiel mir anfangs etwas schwer. Die Kapitel sind – bei 10 Kapiteln auf 368 Seiten – teilweise echt lang, was vielleicht auch daran liegt, dass ich nicht mehr so viel Text am Stück gewohnt bin 😄. Aber sobald ich mich eingefunden hatte, entfaltete sich eine Handlung, die grausamer und gruseliger nicht sein könnte. Wer will schon auf einer Insel sein, wo einem nach dem Leben getrachtet wird?!
Doch neben all den M0rden beschäftigt sich das Buch stark mit den Schattenseiten von Social Media – schließlich sind die Jugendlichen genau deshalb auf „Unknown Island“. Du tauchst tief in die Gefühlswelt der Teilnehmer:innen ein und erfährst, wie ihre Geheimnisse ihr Leben beeinflusst haben und wie sie verzweifelt versuchen, sie zu verbergen.
Gerade zum Ende hin wirft „Never Coming Home“ eine wichtige Frage auf: Was ist eigentlich Gerechtigkeit? Ist es gerechtfertigt, dass diese Jugendlichen dieses grausame Schicksal ereilt? Kann Selbstjustiz jemals der richtige Weg sein?
Für absolute Thriller-Fans mag dieses Buch vielleicht nicht die gewohnte Dichte oder den Nervenkitzel bieten, aber für mich war es absolut ausreichend spannend. Vor allem aber bringt es einen ganz anderen, wichtigen Mehrwert mit. Es trägt eine Botschaft in die Welt, die hoffentlich viele erreicht: Die Gier nach Klicks, Ruhm, Anerkennung und Bewunderung wird nicht aufhören, solange Social Media existiert.
Vielen Dank an @rowohlt für dieses Rezensionsexemplar! #Werbung
Was denkst du über die Schattenseiten von Social Media? Hinterlass mir gerne einen Kommentar!

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