„Und die Wolfsregel war klar: Alle, die nach Einbruch der Dunkelheit im Wald gefunden wurden, mussten gefressen werden.“

Aber was passiert, wenn du genau diese Wolfsregel brichst? Kommt mit auf einen Ausflug in die wolfsgraue Nacht – in eine Geschichte, die alle Erwartungen auf den Kopf stellt!

Eckdaten zum Buch:

  • Verlag: NordSüd
  • Text/Illustration: Larysa Maliush
  • Übersetzung: Anna Schaub

​Zum Inhalt: Eine Nacht voller Überraschungen

​Wieder steht eine Vollmondnacht bevor und alle Wölfe des Rudels machen sich bereit, um dem Mond ihr Lied zu singen. Nur Grauschnauz hat keine Lust auf den Gruppengesang, denn Grauschnauz ist anders – und seine Stimme erst! Doch mitten im schönsten Geträller unterbricht ihn jäh ein fürchterliches Geheule. Das kleine Häschen Knuffel hat sich auf seiner Entdeckungstour gnadenlos verlaufen und nun lockt seinen Finder ein „superleckeres Essen“, wenn der den Ausreißer nach Hause bringt.

​Aber eigentlich fressen Wölfe doch Hasen, oder nicht? Doch Grauschnauz wird von der Niedlichkeit des kleinen Häschens einfach um den Finger gewickelt – und der Rest seines Rudels auch … sowas aber auch!

​Pädagogischer Wert, Kernthemen und mein Fazit: Warum dieses Buch ins Regal gehört!

​Das Cover verspricht schon viel, aber zwischen diesen beiden Buchdeckeln steckt eine absolut kreative Geschichte über ein ultra niedliches Häschen und einen gar nicht so dunklen Wolf.

​Mir gefällt sehr gut, dass der Wolf in dieser Geschichte nicht als der „große Böse“ dargestellt wird. Stattdessen hinterfragt er die Regeln seines Rudels und seines Wolfslebens und lässt neue Wege oder Lösungen für ein Problem zu bzw. sucht aktiv danach. Die Geschichte hinterfragt, was als „normal“ gilt, und vermittelt, dass es durchaus Mut erfordern kann, für das Richtige – hier, das Häschen nicht zu fressen – einzustehen, auch wenn es gegen die gesellschaftliche Norm ist.

Die wichtigsten Punkte auf einen Blick:

  • Regeln hinterfragen und Vorurteile überdenken: Eine wichtige Lektion für Groß und Klein.
  • Leichte und unterhaltsame Auseinandersetzung mit ernsteren Themen: Das Buch macht es einfach, über komplexe Sachverhalte zu sprechen.
  • Konsequenzen und „Farben“ von Entscheidungen: Zeigt, dass es nicht immer nur Schwarz-Weiß gibt, sondern viele Grautöne.
  • Überwindung von Klischees / Vorurteilen: Ein echter Augenöffner, der Stereotypen bricht.
  • Potenzieller Beginn einer Freundschaft: Eine herzerwärmende Geschichte über unerwartete Verbindungen.

​Außerdem zeigt das Buch sehr deutlich, dass Dinge nicht immer so sind, wie sie auf den ersten Blick scheinen. Ein Wolf ist auf den ersten Blick eine Bedrohung für ein Häschen. Das Buch dreht dieses Klischee jedoch um und zeigt, dass die Realität komplexer sein kann. Es ermutigt, nicht nach dem ersten Eindruck zu urteilen.

​Diese Geschichte ist eine interessante und wertvolle Neuinterpretation einer bekannten Fabel wie „Der Wolf und das Lamm“, wobei die Autorin von „Mahlzeit!“ dafür sorgt, dass der Wolf nicht die sonst üblichen Erwartungen erfüllt.

In einer Welt voller grauer Wolfstöne zeigt uns „Mahlzeit!“, dass wahre Stärke oft im Mut liegt, anders zu sein.

Danke an @nordsued für dieses Rezensionsexemplar. (Werbung)

Avatar von Franzi :)

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