​Hallo liebe Leserinnen und Leser,

​Heute möchte ich über ein Thema sprechen, das mir als Mutter und als jemand, der selbst mit ADHS und Autismus-Spektrum lebt, besonders am Herzen liegt: die Gedächtnisförderung bei Kindern.

​Vielleicht kennst du das Gefühl: die Konzentration lässt schnell nach, es ist schwierig, sich Dinge zu merken, und das Lernen fühlt sich oft wie ein Kampf an. Diese Herausforderungen sind mir bestens vertraut. Gerade weil mein Gehirn „anders tickt“, habe ich gelernt, wie wichtig spielerische Methoden sind, um Informationen wirklich zu verankern. Ich bin fest davon überzeugt: Was Spaß macht, bleibt hängen!

​Diese persönliche Perspektive ist auch der Grund, warum ich dieses Thema heute aufgreife. Ich möchte zeigen, dass Lernförderung nicht trocken sein muss, sondern ein freudiges Abenteuer sein kann, das die Konzentration, Merkfähigkeit und Motivation deines Kindes aufblühen lässt.

Die aktuellen Herausforderungen

​Mir fällt in meinem Umfeld immer wieder auf, dass es für Kinder heute schwieriger wird, sich über einen längeren Zeitraum zu fokussieren. Die Reizüberflutung ist enorm! Hinzu kommt – und das ist ein Punkt, der mir Sorgen macht – die Beobachtung, dass die Sprachkompetenz in Deutsch bei vielen Kindern abnimmt. Sprache ist jedoch der Schlüssel zum Lernen und zur Erinnerung.

​Es ist also wichtiger denn je, aktiv gegenzusteuern und die kognitiven Fähigkeiten unserer Kinder gezielt zu stärken. Eine einfache, aber geniale Methode dafür ist die sogenannte „Story-Methode“.

​✨ Die „Story-Methode“: Lernen durch Fantasie

​Diese Übung nutzt die natürliche Lust der Kinder am Fabulieren und Erzählen, um spielerisch mehrere Begriffe im Gedächtnis zu behalten. Probier es gleich mit deinem Kind aus!

So funktioniert’s in vier Schritten:

  1. Wortschatz-Jagd: Sucht gemeinsam 4 bis 5 willkürliche Begriffe aus. Das können Alltagsgegenstände sein, wie zum Beispiel: Apfel, Buch, Tasse, Ball. Schreibt sie auf, damit sie präsent sind.
  2. Kreatives Spinnen: Nun kommt der wichtigste Teil: Dein Kind soll diese Wörter zu einer kurzen, total verrückten Fantasiegeschichte verbinden. Je lustiger, unglaubwürdiger und lebendiger die Geschichte, desto besser!
  3. Tempo-Erzählung: Lasst die Geschichte laut werden! Zuerst erzählt ihr sie ganz langsam und genüsslich, um alle Details zu verankern. Dann wiederholt ihr sie schneller. Das Wechselspiel im Tempo hilft dem Gehirn, die Information effektiver abzuspeichern.
  4. Erinnern und Erweitern: Am Ende soll dein Kind versuchen, alle ursprünglichen Begriffe ohne die Geschichte aufzuzählen. Hat es geklappt? Perfekt! Jetzt könnt ihr die Methode variieren, indem ihr mit neuen, unbekannteren Wörtern fortfahrt oder die Anzahl der Begriffe steigert.

​✅ Warum Geschichten so gut für das Gehirn sind

​Der Erfolg dieser Methode liegt in ihrer Einfachheit und ihrer Nähe zur natürlichen Funktionsweise des Gehirns:

  • Bilder im Kopf: Geschichten sind wahre Bilderwecker. Unser Gehirn liebt visuelle Eindrücke und Emotionen – Dinge, die abstrakte Listen nicht bieten können.
  • Sprachgefühl und Fokus: Durch das laute Wiederholen und Erzählen wird nicht nur die Konzentration, sondern auch das Sprachgefühl gestärkt – ein wichtiger Beitrag, um der Abnahme der deutschen Sprachkompetenz entgegenzuwirken.
  • Der Spaßfaktor: Wenn Lernen sich nach Spiel anfühlt, funktioniert es ganz nebenbei. Der Spaß sorgt für Motivation und damit für eine tiefere Verankerung der Lerninhalte.

​Mit passenden Lernspielen kann dieses spielerische Gehirnjogging sogar noch einfacher gelingen. Gib deinem Kind die Chance, sein Gedächtnis auf eine Art zu trainieren, die zu ihm passt!

Was sind deine liebsten Methoden, um die Konzentration deines Kindes zu fördern? Schreib es mir in die Kommentare!

Avatar von Franzi :)

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